Zum Inhalt:

  • In der Gemeinderatssitzung im April diesen Jahres wurde die Sanierung der Technik einstimmig – auch mit Stimme der NEOS – beschlossen. Das war auch notwendig, denn die Anlagen sind in einem derart desolaten Zustand, dass sie keine weitere Badesaison mehr überstanden hätten.
  • Es gibt aber Begleitumstände, die im vorliegenden Fremdgutachten angeführt sind und die uns NEOS sehr zu denken geben. Da steht: „Neben den Filteranlagen weisen auch viele Pumpen und viele elektrische Bauteile, sowie der Steuer-Schaltschrank erhebliche Korrosionen auf. Zum Zweck des Korrosionsschutzes der inneren Oberflächen wurden zwar 1993/1994 Anlagen für den kathodischen Korrosionsschutz eingebaut, welche jedoch mittlerweile seit längerer Zeit defekt und somit außer Betrieb sind.
  • Wie kann es sein, dass Anlagen zum Korrosionsschutz nicht repariert werden? Dass diese Anlagen defekt sind, ist sicher jemanden aufgefallen. Warum ist man nicht tätig geworden? Hier wurde wissentlich Schaden in Kauf genommen und die Stadt Wels und Ihre BürgerInnen geschädigt!
  • Dann geht es weiter: „Die automatische Steuerung ist auch defekt, sodass wesentliche Tätigkeiten wie das Rückspülen per Hand durchgeführt werden.
  • Jeder Betrieb schaut, dass die Anlagen in funktionstüchtigem Zustand bleiben, damit Personalkosten gespart werden – bei öffentlichen Gebäuden und Anlagen ist anscheinend alles egal. Zahlt ja eh wer anderer. Stimmt, der Steuerzahler zahlt, wir zahlen.
  • Wir sind der Meinung: Was es nach der Sanierung auf jeden Fall braucht, ist eine regelmäßige Kontrolle und Wartung. Wir brauchen interne Prozesse um die Anlagen der Stadt in funktionsfähigem Zustand zu erhalten.
  • Ein pikantes Detail ist, dass in der gleichen Gemeinderatssitzung das Budget für diese Sanierung von 1,03 Mio. Euro auf 1,53 Millionen Euro aufgestockt wurde. In der Gemeinderatssitzung vom 18. Dezember 2017  – also  5 Monate zuvor – wurde dem Gemeinderat der Voranschlag für 2018 und die mittelfristige Finanzplanung zum Beschluss vorgelegt. Damals war nur von einer Million und 30.000 Euro die Rede. Nun sind es auf einmal 1,53 Millionen. Das sind 50 % Mehrkosten.
  • Wie kann man bei einem Budget bei nur einem Punkt um mehr als eine halbe Million Euro falsch liegen? Wer kann da nicht rechnen? Wie verlässlich sind die Zahlen?